Professionelle Webdesigner haben ein komplexes Gebiet abzudecken. Die fachlichen Fertigkeiten die der Webdesigner, von Perun Webworker genannt, mitbringen muss, sind vielfältig geworden, und mit der Komplexität des Internets gewachsen. Design und damit verbunden Kenntnisse über Grafikbearbeitunssoftware, HTML-CSS-PHP-PERL-JAVASCRIPT-AJAX-Programmierung, individualisieren und administrieren von Content-Management-Systemen, sind beim Aufbau von dynamischen Websites die Grundvoraussetzungen. Den Kunden die technischen Möglichkeiten zu vermitteln und einen Kompromiß aus Benutzerfreundlichkeit, Kundenerwartung und zeitlichen wie finanziellen Spielraum zuschließen, fällt dem oft autodikatisch ausgebildeten Webworker auch noch zu, wenn er nicht gerade bei einer größeren Agentur seine Brötchen verdient. Aber auch der Tag eines Webworkers ist auf 24 Stunden limitiert.
Templates sparen Zeit
Nun bestehen die meisten Seiten alle aus ein und demselben Grundgerüst und zwar hoffentlich aus validen, sauberen HTML-Markup. Um hier nicht immer das Rad neu zu erfinden, empfiehlt es sich, mit einem Template zu arbeiten. Auch die CSS-Datei kann schon in Teilen voreditiert sein. So können Teile wie header, footer, wrapper, Absätze, die immer wiederkehren, schon enthalten sein, damit man nicht immer wieder das Gleiche tippen muss. Viele Websites ähneln sich in der Menüführung und der Anordnung von Elementen. Gut so, denn sich auf jeder Website komplett auf eine neue Navigation umstellen zu müssen ist nicht unbedingt benutzerfreundlich. Gerade Blogs bestehen typischer Weise aus zwei bis drei Spalten, die auf ca. 750px Breite optimiert sind. Viele Seiten bauen ähnlich auf diesen Layout auf, was nicht schlecht oder eintönig ist, denn Platz für eigene Handschrift im Layout ist mit geschickten Einsatz von CSS allemal.
Template? Ja aber welches?
Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Aber die Verwendung eines gut vorgearbeiteten HTML-CSS-Templates macht den ersten Schritt zur barrierefreien Webprogrammierung etwas leichter. Zugegeben, das ist ein Plus, welches man erhalten kann, wenn man auf Templates von Profis zurückgreift. Diese sind aber nicht unbedingt für den Einsteiger leicht zu verstehen. Unerfahrene sollten ihre ersten Schritte mit Templates rudimentärer Natur machen.
Einfachste Grundgerüste
sind Templates nur aus HTML-Code bestehend und ohne CSS-Datei. Auf Perun.net gibt es zum Download eine kleine Template-Datei. Sie enthält die allernötigsten Säulen eines jeden HTML-Dokuments, was bekanntlich mit einem doctype anfängt.
Accessify.com bietet den interessanten Dienst markupmaker an. Er generiert euch valides HTML mit nach Wunsch georderten Komponenten. Es ist möglich den Doctype zu wählen.
Etwas komplexer und mit CSS
Für mich ist der Dauerbrenner das Standardtemplate von Manuela Hoffmann. In wenigen Minuten kann man Inhalte zentrieren und ein Spaltenlayout erstellen. Schrifttypen- und Größen sind voreingestellt, wer hier eine andere Auffassung als Manuela hat, kann die Schriften in Größe und Typ mit denkbar wenigen Handgriffen auf die persönliche Sicht der Dinge umstelllen.
Bei particletree.com gibt es ähnliches, aber der CSS-Teil ist noch uneditiert.
CSS Templates oder eher Frameworks
gibt es im Netz mittlerweile Einige. Ich habe mal bei del.icio.us CSS-Template als Suchterm eingegeben, was schnelle Resultate liefert. Ist nur fraglich, wie flexibel sie sich auf jeweilige Einsatzszenarien anpassen und ob die Templates zu allen häufig verwendeten Browsern kompatibel sind.
Ein Template das ich wirklich empfehlen kann und das gerade in der webdesignerischen Blogosphäre hofiert und als Framework beschrieben wird, ist YAML.
YAML hat auch einiges vorzuzeigen:
- Es ist ein hochflexibles multispalten Layout, die Spalten lassen sich fast beliebig anordnen
- Auf allen wichtigen Browser optimiert, man muss sich nicht mit jedem Browserbug persönlich herumärgern
- sehr gute Dokumentation
Nachteile:
- Das CSS ist wirklich etwas kompliziert, aufgrund der Komplexität, Robustheit und der Flexibilität
- Die Einarbeitung kostet Zeit, aber ohne grundlegendes Verständnis für die Denkweise des Autors läßt sich YAML auch nicht effizient einsetzen.
Mittlerweile ist ein Buch zu Yaml erschien, Rezensenten sind unter anderem Gerrit und Alex auf Perun.net. Und diese Jungs sind sehr überzeugt von der neuesten Lektüre in Sachen Webprogrammierung mit CSS. Trotz guter Dokumentation, Foren und guter Kritiken ist YAML wohl eher für den professionellen Webdesigner geeignet, als für den Hobbyschrauber. Ganz nebenbei bemerkt, setzt Pixeldrama.de auf YAML auf :).
May 7th, 2007 um 10:47 am
Eine interessante Alternative, von fertigen Templates, die viele nicht kennen, ist die Seite von Open Source Web Design (www.oswd.org) Alle Templates können frei verwendet werden