Pixeldrama

Neustart eines komplett kaputten Linux-Systems.

January 7, 2016

Wenn das System nicht ansprechbar ist, weil der Window-Manager Probleme macht oder sonst was, kann man Kommandos direkt mit dem Kernel reden um einen Neustart auszulösen, was immer noch kontrollierter abläuft als das System hart auszuschalten.

Damit das geht müssen die Linux Magic System Request Key Hacks aktiviert werden:

echo 1 > /proc/sys/kernel/sysrq

Anschließend stehen folgenden Kommandos zur Verfügung:

Shortcut Beschreibung
Alt+SysRq+r Turns off keyboard raw mode and sets it to XLATE
Alt+SysRq+e Send SIGTERM to all processes, allowing them to terminate gracefully.
Alt+SysRq+i Send SIGKILL to all processes, forcing them to terminate immediately.
Alt+SysRq+s Will attempt to sync all mounted filesystems.
Alt+SysRq+u Unmount and remount all filesystems read-only.
Alt+SysRq+b Reboot

Bei meiner archlinux-Installation ist der Wert 16 eingetragen, der nur das Syncen von Dirty Memory Pages bewirkt. Diesen Befehl sollte man immer ausführen, wenn man vorhat das System hart zu resetten, da Änderungen dann auf alle eingehängten Dateisysteme geschrieben werden und die Gefahr von Datenverlust und Korrumption des Dateisystems geringer wird.

Die Kommandos aus der oberen Tabelle in dieser Reihenfolge ausgeführt, also Alt+SysRq gedrückt halten und REISUB eingeben, startet den Rechner einigermaßen sicher neu.

Die Kommandos funktionieren nicht bei Kernel-Panic oder wenn init mit SEGV gekillt wurde. Auch bei Hardware-Problemen können die Kommandos fehlschlagen.

Resourcen